AEM 6 Upgrade – Was Sie beachten sollten

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Kürzlich haben wir für einen Kunden erfolgreich ein Upgrade von CQ 5.3 auf Adobe AEM 6 durchgeführt. Mit diesem Erfahrungsbericht geben wir Ihnen einen Einblick, welche Gründe für ein Upgrade sprechen können und wie wir in einem konkreten Projekt vorgegangen … Weiterlesen

AEM 5.6.1 im Clusterbetrieb – Notwendige Sourcecodeanpassungen

Ausgangslage

In einem unserer Kundenprojekte, das mit AEM 5.6.1 umgesetzt wurde, kam ein Cluster von AEM-Autoreninstanzen zum Einsatz. Dadurch sollte vor allen Dingen eine hohe Ausfallsicherheit erreicht werden.

Wir haben geprüft, welche Anpassungen wir an unseren Sourcecode vornehmen mussten, um ein fehlerfreies Funktionieren im Cluster zu garantieren. Wir wollten auf jeden Fall vermeiden, dass zur selben Zeit die gleichen Schreibzugriffe auf die Contentrepositories der einzelnen Clusterknoten erfolgen, z.B. durch einen zeitgesteuerten Service. Durch die anschliessende Replikation der Änderungen käme es zu redundanten Schreiboperationen und somit zu einem unnötigen Resourcenverbrauch.
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Ein Kerberos-Authentifizierungsmodul für AEM

Wozu ein Kerberos Authentifizierungsmodul?

Unsere Kunden fordern immer häufiger, dass sich ihre Mitarbeiter per Single Sign-On an die AEM-Plattform anmelden können. Das betrifft vor allen Dingen die Anmeldung an die Autorenumgebung, aber auch das Login für ein Intranet, welches mit AEM umgesetzt wurde. Die Daten aller Mitarbeiter liegen dabei auf einem LDAP-Server, häufig einem Active Directory (AD), vor. Die Mitarbeiter sollen sich nur einmal im Firmennetz einloggen müssen. Rufen Sie in ihrem Browser die AEM-Umgebung auf, so sollen sie automatisch mit ihrem LDAP-Useraccount angemeldet werden. Damit diese automatische Anmeldung mit hoher Sicherheit erfolgen kann, wird in vielen Firmennetzwerken der Authentifizierungsdienst Kerberos genutzt.

Um dem Kundenwunsch nach einem Single Sign-On über Kerberos nachzukommen, haben wir bisher eine Kerberos-Authentifizierung über ein entsprechendes Apache Webserver-Modul umgesetzt. Dieser Umweg war erforderlich, da AEM keine eigene Möglichkeit zur Kerberos-Authentifizierung mitbringt. (mehr …)

Adobe Experience Manager SP1 bringt den Tree-View zurück

Adobe hat mit Version 6 ihres Adobe Experience Managers (AEM) ein neues User Interface für das Backend und die Content-Pflege eingeführt, das CoralUI. Mit CoralUI verschwindet das bisher aus CQ5 bekannte ExtJS Interface. Hauptgrund für den Wechsel sind die grösseren Möglichkeiten, die CoralUI hinsichtlich Touch-Bedienung bietet.

CQ5_Start AEM6_Start

Deutlich wird das bereits bei einem ersten Vergleich der beiden Start-Seiten, AEM6 wartet mit grossen Kacheln und Navigationselementen auf.

Auch der Vergleich der Bearbeitungsdialoge zeigt den Unterschied zwischen altem und neuem UI.

CQ5_Edit AEM6_Edit

Leider ist in AEM6 der Tree-View, der einen hierarchischen Überblick über die Struktur erlaubt hat, auf der Strecke geblieben.

Mit Service Pack 1 für AEM6 kommt wieder ein Tree-View zurück. Nur werden nicht mehr Anleihen beim Windows Explorer genommen, sondern bei Apple’s Finder. Nicht ganz die selbe Experience wie zuvor, aber es funktioniert zumindest wie erwartet.

AEM_Treeview

Die Manipulationsfunktionen wie Move oder das Verändern der Reihenfolge fehlt leider noch, aber vielleicht liefert Adobe das mit AEM6.1 dann noch nach.

Schnelles Deployment in CQ mit den Sling IDE Tools

An der AdaptTo() 2013 wurde das erste Mal über die neuen Sling IDE Tools berichtet. Der Vortrag von Robert Munteanu gab einen guten Einblick über den aktuellen Stand und die Vision dahinter. In diesen Blogbeitrag berichte ich von den ersten Erfahrungen bei der CQ Entwicklung mit den Sling IDE Tools.

Die Sling IDE Tools sollen die Entwicklungsprozesse verbessern und im ersten Schritt das inkrementelle Deployment während der Entwicklung beschleunigen. Die Sling IDE Tools sind im Moment nur für Eclipse verfügbar, aber weitere Entwicklungsumgebungen sind später denkbar.

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Pathmarks – Kleines Helferlein für AEM/CQ mit Google Chrome

Der Adobe Experience Manager (AEM) respektive CQ ist ein mächtiges System. Entsprechend vielfältig sind die Funktionen und alle sind irgendwie über URL-Pfade erreichbar. Wer mit AEM respektive CQ entwickelt oder mehrere Instanzen und Umgebungen (Produktion, Test, Integration, Entwicklung etc.) betreut, ruft daher auf den jeweiligen Systeme immer mal wieder dieselben Pfade auf. Die Hostnames (und/oder Ports) ändern sich natürlich, die Pfade bleiben aber dieselben. Einige Pfade sind irgendwann im Gedächtnis präsent, von einigen ist bekannt, wo im System ein Link darauf vorhanden ist und bei anderen, wo in der Dokumentation der gewünschte Pfad zu finden sein könnte. Es gibt aber immer auch mal die Situation, wo auf einem System das Ziel bekannt ist, der Weg allerdings neu gesucht werden muss.

Mit der Google Chrome Extension Pathmarks gibt es ein praktisches Helferlein, welches diese Suche nach dem gewünschten Pfad stark erleichtert. Anstelle eines klassischen Bookmarks speichert die Erweiterung nur die Pfade. Egal in welcher AEM oder CQ Umgebung – mit einem Klick auf den gespeicherten Pfad wird die Zielseite in der aktuellen Umgebung geöffnet.

Der aktuelle Pfad einer geöffneten Seite lässt sich mit der Erweiterung direkt speichern und zuvor auch editieren. Die einzelnen Einträge lassen sich per Drag-and-Drop umsortieren. Über die Options-Seite der Erweiterung stehen die gespeicherten Pfade ausserdem im JSON-Format zur Verfügung. Die Einstellungen können so einfach zwischen Entwicklern ausgetauscht werden. Über die Tastatur lässt sich schnell zwischen den Pfaden navigieren und den gewünschten auswählen.

Natürlich eignet sich diese Extension für Google Chrome auch für beliebige andere, web-basierte Systeme.

Pathmarks im Chrome Web Store

Suchtiefe der AEM CQ Volltext-Suche bei Seiten-Inhalten

Die integrierte Volltextsuche von AEM CQ nach Seiten (cq:Page respektive cq:PageContent) besitzt eine wenig bekannte Einschränkung. Die Suche findet nur auf vier Node-Ebenen innerhalb des PageContent-Nodes (jcr:content) statt.

Diese Einschränkung fällt oft nicht auf, da eher selten eine tiefere Node-Struktur anzutreffen ist. Es gibt aber Fälle, wo komplexe Komponenten tiefere Strukturen aufweisen und die Inhalte dann mit der Volltextsuche nicht mehr gefunden werden. Beim Testen ist die Wahrscheinlichkeit eher klein diesen Fall zu erkennen. Daher ist es wichtig diese Einschränkung zu kennen und in der Entwicklung bei der Verwendung tieferer Node-Strukturen zu beachten. (mehr …)

Adobe CQ 5.6 – Social Communities Login

Jeder kennt das leidige Problem: um Site xy.com richtig nutzen zu können muss man sich dort registrieren. Sei es nur um einen Kommentar zu hinterlassen, oder um eine Commerce-Transaktion durchzuführen. Password-Hell vorprogrammiert!

Seit einiger Zeit wird das Problem jedoch durch Facebook, Twitter und Google entschärft. ‘Connect’ heisst das Zauberwort. Die dahinter versteckte Technologie entweder OpenID oder OAuth.

CQ56 Social Login

Adobe CQ 5.6 unterstützt Facebook Connect (Sign in with Facebook) und Twitter Connect (Sign in with Twitter) nun out-of-the-Box. Als Beispiel hat der Geometrixx Outdoors Commerce-Showcase nun diese Möglichkeit zur Authentisierung erhalten. Statt mich mit Benutzername und Passwort zu registrieren, kann man nun eine der beiden oben genannten Möglichkeiten zur Profil-/Account-Erstellung nutzen.

Entsprechend werden anschliessend teilweise Daten aus Facebook oder Twitter an CQ übergeben, und in mein Geometrixx Profil übertragen. Email Adresse, Avatar und mein Name stehen sofort zur Verfügung. Ergebnis ist ein vollwertiger Benutzeraccount innerhalb von CQ der anschliessend durch den Benutzer selbstverständlich erweitert werden kann.

CQ56 User Manager

Aber bei der Account-Erstellung bleibt es nicht. Durch das Social Login steht der CQ-Site nun auch mein Social Graph zur Verfügung, und hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Produktempfehlungen meiner Freunde können so implementiert werden oder die Informationen aus meinem Graph werden für weitere Targeting Funktionen genutzt.

Neben einer eigener Profilverwaltung können zukünftig also Adobe CQ Sites auch auf die Vorteile der grossen Social Networks zurückgreifen und bieten so für den Benutzer durch das Social Communities Login einen grossen Mehrwert, egal ob Community, Corporate Website oder Commerce Site.

Ebenfalls neu in Adobe CQ 5.6:

Erster Blick auf Launches in Adobe CQ 5.6

Adobe wird in CQ 5.6 die neue Funktion Launches zur Verfügung stellen. Mit Launches können mehrere Versionen von Seiten oder ganzen Bereichen parallel bearbeitet und später veröffentlicht werden. Im Februar kann beispielsweise bereits an einem Frühlings- und Sommer-Launch einer bestimmten Seite gearbeitet werden. An der aktuellen Winter-Version können weiterhin Anpassungen gemacht und live geschaltet werden.

Erster Blick auf Launches

Namics konnte im Rahmen des Adobe CQ 5.6 Beta Programmes einen ersten Blick auf Launches werfen. Ein neuer Launch kann im Siteadmin erstellt werden. Beim Erstellen ist definierbar, ob eine Seite, oder ein ganzer Seiten-Bereich für den neuen Launch verwendet wird. Technisch ist ein Launch eine Kopie der Original-Seite (angelegt unter /content/launches). Ein Launch kann wahlweise als Live-Copy konfiguriert werden und damit sind auch Funktionen des Multi-Site-Managers nutzbar.

Eine Launch-Version wird wie eine normale Seite bearbeitet. Im Sidekick kann zur gewünschten Launch-Version gewechselt werden. Über die neue Funktion Promote Launch wird eine bestimmte Launch-Seite veröffentlicht.

Für die Administration der Launches steht in CQ 5.6 zudem eine neue Oberfläche (aufrufbar über /libs/launches/content/admin.html) zur Verfügung. Damit können bestehende Launches konfiguriert und auch wieder gelöscht werden.

Launches in bestehenden Projekten?

Wir haben uns gefragt, ob sich Launches auch bei einem Update von einer älteren CQ-Version auf CQ 5.6 verwenden lassen? Dies ist grundsätzlich möglich, hängt aber jeweils auch vom entsprechenden Projekt ab. Damit sich die Launches verwenden lassen, benötigt eine Page den cq:infoProvider für Lauches. Im entsprechenden Node launches wird eine Property className mit dem Wert com.adobe.cq.wcm.launches.impl.LaunchesInfoProvider benötigt. Je nach Projekt-Setup muss dies im Projekt-Code oder via CRX DE konfiguriert werden. Anschliessend können Launches verwendet werden.

Bei bestehenden Projekten muss zudem berücksichtigt werden, dass die Launch-Version im Pfad /content/launches als Kopie des Originals abgelegt wird. Automatisch generierte Bereiche, wie beispielsweise eine Navigation können je nach Umsetzung daher im Launch nicht sichtbar sein.

Fazit

Launches ist eine sehr interessante neue Funktion von Adobe CQ 5.6, welche für die Content-Pflege grosse Vorteile mit sich bringt. Wir können uns vorstellen, dass gerade auch kritische Veröffentlichungen (beispielsweise von Geschäftszahlen) davon profitieren können. Die Integration in bestehende Projekte im Rahmens eines Updates wird auch möglich sein und wir sind gespannt auf den ersten Einsatz in der Praxis.

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